Indianische und andere Weisheit

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Probleme kann man nicht durch die gleiche Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.
[Albert Einstein]

Alles, was die Macht der Welt tut,
geschieht in Form eines Kreises.

Der Himmel ist rund, und ich habe gehört,
dass auch die Erde rund ist, genau wie die Sterne.

Der Wind entwickelt seine größte Kraft in Wirbeln.
Vögel bauen ihre Nester kreisförmig,
denn sie haben dieselbe Religion wie wir.

Die Sonne geht in einem Kreis auf und unter.
Genau wie der Mond, und beide sind rund.

Selbst die Jahreszeiten bilden einen Kreis in ihren Läufen
und kommen stets dorthin zurück, wo sie bereits waren.

Das Leben des Menschen ist ein Kreis
von Kindheit zu Kindheit. Und so ist es mit allem,
in dem die Macht sich regt.
[Black Elk, Oglala-Sioux (1863 – 1950)]

Nicht um meinen Brüdern
überlegen zu sein,
suche ich Kraft,
sondern um meinen größten Feind zu bekämpfen:
”mich selbst”
[Sioux]

Weißt du, dass die Bäume reden?
Ja sie reden.

Sie sprechen miteinander
und sie reden mit Dir, wenn Du hinhörst.

Aber die weißen Menschen hören nicht zu.
Sie haben es nie der Mühe wert gefunden uns Indianer anzuhören
und ich fürchte, sie werden auch die anderen Stimmen der Natur nicht hören.
[Tatanga Mani Stoney]

Wenn du deinen Feind verstehen willst, solltest du einige Meilen in seinen Mokassins gehen.
Wenn er dann immer noch dein Feind ist, bist du wenigstens einige Meilen entfernt,
und er hat keine Schuhe!
[Alte Indianerweisheit – nach Terry Pratchet]

Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei, dann sagt auch nicht ein Falke zum anderen:
”Schau da fliegt die Mehrheit,
das muss der richtige Weg sein, schließen wir uns an. ”
Sie werden weiterhin als Falken
dem Weg der Falken folgen.
[Ph.Deere, Indianerschulen]

Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab!
[Dakota]

Wer seinen Geist froh hält und an allen Dingen nur die gute Seite sieht
Wer sich nie geistig unterkriegen lässt,
sondern immer den Kopf oben und den Mut im Herzen behält
der setzt jene feinen stillen Kräfte in Bewegung
die ihm jeden Schritt im Leben leichter machen
[R. W. Trine]

Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen,
sondern ihre Meinung über die Dinge.
Wenn wir also auf Schwierigkeiten stoßen,
in unruhe und Kümmernis geraten,
dann wollen wir die Schuld niemals auf einen anderen schieben,
sondern nur auf uns selbst,
das heißt auf unsere Meinung von den Dingen
[Epiktet]

Man sollte die Dinge so nehmen, wie sie kommen.
Aber man sollte dafür sorgen, dass die Dinge so kommen,
wie man sie nehmen möchte
[unbekannt]

Wie Merlin
möchte ich durch die Wälder ziehn;
Was die Stürme wehen,
was die Donner rollen,
und die Blitze wollen,
was die Bäume sprechen,
wenn sie brechen,
möchte ich wie Merlin verstehen
[Nikolaus Lenau]